Die kurze Antwort: 60 cm. Das ist die Tiefe, in der Kleiderschränke im deutschen Möbelhandel überwiegend angeboten werden, und für die meisten hängenden Kleidungsstücke reicht sie aus.
Entscheidend ist dabei nicht die Außentiefe aus dem Katalog, sondern die lichte Tiefe im Inneren – der Abstand zwischen Rückwand und geschlossener Tür. Rückwand, Türblatt und bei Schiebetüren die Führungsschienen gehen davon ab.
Dieser Ratgeber nennt die üblichen Planungswerte, erklärt den Unterschied zwischen Außen- und Innentiefe, geht auf Türsysteme, Kleidungsstücke und Kleiderbügel ein und beschreibt, wie Sie am eigenen Schrank nachmessen.
Die kurze Antwort: 60 cm ist die Standardtiefe
60 cm ist das Maß, mit dem ein Kleiderschrank für hängende Kleidung geplant wird. Es ergibt sich aus drei Größen: der Breite eines Kleiderbügels (bei Holz- und Kunststoffbügeln sind 40 bis 45 cm üblich), der Schulterpartie des Kleidungsstücks, die über den Bügel hinausreicht, und einem kleinen Abstand zur Tür, damit nichts gedrückt wird.
Für einen Schrank, in dem ausschließlich Hemden, Blusen und kurze Oberteile hängen, gilt als Faustregel ein Mindestmaß von etwa 55 cm lichter Tiefe. Mäntel, Anzüge und Jacken brauchen die vollen 60 cm, weil hier die Schulterpartie den Platz bestimmt und nicht die Länge des Kleidungsstücks.
Tiefen im Überblick
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Außentiefe
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Lichte Tiefe (ca.)
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Geeignet für
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35–45 cm
Regal- und Wäscheschrank
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30–40 cm
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gefaltete Kleidung, Boxen und Körbe; nicht zum Aufhängen am Bügel
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50–55 cm
schmaler Schrank
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45–51 cm
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gefaltete Kleidung, Hosen auf Klemmbügeln, zweite Stange über kurzen Teilen; für quer hängende Hemden zu knapp
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60 cm
Standardtiefe
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55–58 cm
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alle hängenden Kleidungsstücke einschließlich Mänteln und Anzügen
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65–70 cm
Komforttiefe, üblich bei Schiebetüren
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je nach System 55–62 cm
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breite Bügel, dicke Wintermäntel; der Zugewinn gegenüber 60 cm hängt von der Schienenebene ab
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Die Außentiefe steht in jedem Katalog, die lichte Tiefe in keinem. Die Werte in der zweiten Spalte sind deshalb Näherungen für übliche Korpustiefen – keine garantierten Innenmaße. Alle Zahlen sind Planungswerte aus der Möbelpraxis, keine normierte Vorgabe. Maßgeblich sind die Aufstell- und Innenmaße des konkreten Schranks sowie die Angaben des Herstellers.
Außentiefe ist nicht nutzbare Innentiefe
In Katalogen und Grundrissen steht die Außentiefe. Sie beschreibt den Korpus von der Vorderkante bis zur Rückseite und sagt nichts darüber, wie viel Platz zum Hängen bleibt. Von diesem Maß geht ab, was der Korpus nach innen braucht:
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die Rückwand – je nach Bauart eine dünne Hartfaserplatte oder eine eingelegte, furnierte Platte
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das Türblatt samt Beschlag – bei Drehtüren abhängig von Plattenstärke, Scharnier und Griffmulde
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bei Schiebetüren die Führungsschiene und die Ebene, in der die Türblätter laufen
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Griffmulden und Profilrahmen, die in den Innenraum ragen
Praktisch heißt das: Ein Schrank mit 60 cm Außentiefe bietet bei üblicher Bauart rund 55 bis 58 cm lichte Tiefe – ein Erfahrungswert aus dem Möbelbau, kein genormter Abzug. Ein Bügel mit 44 cm Breite und ein Mantel mit ausladender Schulter brauchen diese Reserve – sonst liegt die Schulter beim Schließen an der Tür an, und die Kleidung knittert an genau der Stelle, die am sichtbarsten ist.
Die Kleiderstange sitzt deshalb in der Regel nicht mittig im Korpus, sondern näher an der Vorderkante. Wer die Tiefe prüfen will, misst die lichte Tiefe zwischen Rückwand und Türinnenseite – nicht die Katalogangabe.
Schranktiefe nach Türsystem
Drehtürenschrank
Der Klassiker: 60 cm Außentiefe, die Tür schlägt nach außen auf. Für die Innentiefe zählt nur das Türblatt. Beim Öffnen braucht der Schrank allerdings die Türbreite als Bewegungsfläche im Raum – bei 50 cm breiten Türen also rund 50 cm davor.
Schiebetürenschrank
Schiebetüren laufen in eigenen Schienen, entweder vor dem Korpus oder in einer Tasche innerhalb der Korpusöffnung. Dadurch geht Tiefe verloren, die bei Drehtüren zum Hängen zur Verfügung steht. Schiebetürschränke werden deshalb üblicherweise mit 65 bis 70 cm Außentiefe geplant.
Diese Spanne ist eine Orientierung, keine Vorgabe: Wie viel Tiefe die Türebene tatsächlich belegt, hängt vom System ab – vor dem Korpus laufende Türen, zwei parallele Ebenen und eine innenliegende Tasche beanspruchen jeweils unterschiedlich viel Raum, und Griffprofile ragen zusätzlich hinein. Beurteilt werden darf deshalb nur die lichte Tiefe nach Abzug der Schienenebene, nicht die Katalogangabe.
Häufig heißt es, Schiebetüren sparten Platz. Das stimmt für den Raum vor dem Schrank, weil die aufschlagende Tür entfällt. Für den Schrank selbst gilt das Gegenteil: Er wird tiefer. Beides ist richtig, betrifft aber unterschiedliche Maße.
Offener Schrank und Nische
Ohne Tür entfällt der Türverlust, dafür muss die Nische selbst gemessen werden – einschließlich Sockelleiste, Heizkörpernische oder schräger Decke. Eine Nische mit 60 cm Rohbaumaß ist nach Putz und Einbau selten 60 cm tief.
Schranktiefe nach Kleidungsstück
Die folgenden Werte gelten für die übliche Aufhängung: Die Kleiderstange läuft parallel zur Schrankfront, die Kleidung hängt mit der Schulter in die Tiefe.
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Kleidungsstück
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Lichte Tiefe
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Was den Platz bestimmt
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Hemden, Blusen, dünne Pullover
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55 cm
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flache Schulter, schmaler Bügel
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Strick, Sakkos, Blazer
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60 cm
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Schulterpolster und Ärmel bauen nach vorn auf
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Dicke Wintermäntel, Daunenjacken
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60–65 cm
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Füllvolumen, nicht die Länge
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Hosen auf Klemmbügeln
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45–50 cm
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hängen flach, der Bügel schließt seitlich ab
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Gefaltete Kleidung im Fach
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35–45 cm
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Stapelhöhe und Fachbreite, nicht die Tiefe
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Dickere Winterjacken brauchen mehr Reserve als ein Sommermantel gleicher Länge. Wer nur eine Tiefe zur Verfügung hat, plant sie nach dem sperrigsten Stück, das dort hängen soll – nicht nach dem häufigsten.
Die Länge entscheidet über die Höhe, nicht über die Tiefe. Ein langer Mantel braucht je nach Länge rund 150 bis 170 cm lichte Höhe unter der Stange, ein Hemd kommt mit etwa 90 bis 100 cm aus. In einem Schrank mit 60 cm Tiefe wird deshalb über den kurzen Teilen häufig eine zweite Stange eingezogen – die Tiefe bleibt gleich, der nutzbare Platz verdoppelt sich. Wer Kleider und Mäntel in einem sehr tiefen Schrank aufbewahrt, gewinnt dadurch nichts: Die zusätzlichen Zentimeter liegen hinter dem Bügel, nicht neben ihm.
Schranktiefe nach Kleiderbügeltyp
Bei Kleiderbügeln werden zwei Maße oft verwechselt. Bei der üblichen Aufhängung – Stange parallel zur Schrankfront, Bügel quer dazu – läuft die Bügelbreite von Schulterende zu Schulterende in die Tiefe des Schranks. Sie bestimmt damit maßgeblich mit, wie tief der Schrank sein muss: zusammen mit der Schulterpartie des Kleidungsstücks und dem Abstand zur Tür. Die Dicke des Bügels entscheidet dagegen nur, wie viele Bügel nebeneinander auf die Stange passen. Ein Samtbügel ist dünn und trotzdem breit: Er spart Platz entlang der Stange, nicht in der Tiefe.
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Bügeltyp
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Breite (ca.)
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Benötigte lichte Tiefe
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Kinderbügel
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30–35 cm
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ab 45 cm
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Standardbügel aus Holz oder Kunststoff
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40–45 cm
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ab 55 cm
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Samtbügel
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40–45 cm
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ab 55 cm – dünn, aber gleich breit
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Breite Jacken- und Mantelbügel
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45–48 cm
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60 cm
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Als Faustregel zur Orientierung: Die lichte Tiefe sollte mindestens der Bügelbreite plus 10 bis 15 cm Reserve entsprechen – für die Schulterpartie und den Abstand zur Tür. Bei dicken Wintermänteln oder breiten Jackenbügeln fällt die Reserve größer aus, bei ausschließlich dünnen Hemden auf schmalen Bügeln kleiner. Das ersetzt keine Messung am konkreten Möbel, gibt aber eine belastbare Größenordnung für die Planung.
Garderobe und Diele: welche Tiefe?
Für die Garderobe im Flur gilt dieselbe Mechanik wie im Kleiderschrank: Der Mantel hängt am Bügel, die Schulterpartie bestimmt den Platz. Eine Garderobe mit Kleiderstange wird deshalb ebenfalls mit etwa 60 cm Tiefe geplant – auch dann, wenn dort ausschließlich Jacken und Mäntel hängen und keine Kleider.
Flacher wird es nur, wenn Sie die Aufhängung ändern. Kleidung an Haken hängt mit der Schulter parallel zur Wand; sie braucht dann weniger Tiefe, aber mehr Breite, und der Mantel liegt auf sich selbst. Für eine Nische von 35 bis 45 cm ist das die übliche Lösung – für eine Garderobe mit Bügeln nicht.
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Nutzung
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Übliche Tiefe (Außenmaß)
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Garderobe mit Kleiderstange für Mäntel und Jacken
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ca. 60 cm
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Garderobe mit Haken, schmale Nische
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35–45 cm (Nische)
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Garderobenschrank mit Schiebetüren
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65–70 cm
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Bei offenen Garderoben kommt der Abstand zur Wand hinzu: Kleidung auf Bügeln steht nach vorn über, ein Schuhregal darunter braucht eigene Tiefe. Wer die Nische nur nach dem Korpusmaß plant, verliert diesen Überstand.
So messen Sie die richtige Tiefe
1. Lichte Tiefe messen: Zollstock zwischen Rückwand und Innenseite der geschlossenen Tür, an drei Stellen – oben, in der Mitte, unten. Korpusse sind selten überall gleich tief.
2. Breitesten Bügel messen: nicht den dünnsten aus der Schublade, sondern den, den Sie tatsächlich benutzen.
3. Dickstes Kleidungsstück dazurechnen: Ein Wintermantel braucht mehr Reserve als ein Hemd; rechnen Sie die Schulterpartie mit.
4. Türprobe mit dem dicksten Stück: Das sperrigste Kleidungsstück aufhängen, die Tür schließen und prüfen, ob Schulter oder Ärmel an Tür oder Rückwand anliegen. Ein Fingerbreit Luft ist kein Maßstab – eine Daunenjacke braucht mehr Reserve als ein Hemd.
5. Bei Schiebetüren die Schienenebene prüfen: Sie ist der häufigste Grund, warum ein Schrank mit 65 cm Außentiefe innen nur wie 58 cm wirkt.
6. Nische prüfen: Sockelleiste, Steckdosen, Heizung und schräge Wände gehören in die Messung.
Stauraum nutzen, ohne Tiefe zu verschenken
Ist der Schrank einmal aufgestellt, lässt sich die Tiefe nicht mehr ändern – wohl aber die Art, wie sie genutzt wird. Die folgenden Lösungen setzen dort an, wo Tiefe sonst ungenutzt bleibt: im oberen Fach, unter einer zweiten Stange und in den Schubladen.
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Faltbare Aufbewahrung für Schrankfächer: für Fächer, in denen sonst nur Luft liegt. Sie lässt sich zusammenfalten, wenn sie nicht gebraucht wird, und nimmt in der Höhe weniger Platz ein als eine feste Box.
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Hängeorganizer mit vier Fächern: hängt an der Kleiderstange und nutzt die Höhe, die unter einer zweiten Stange frei bleibt – sinnvoll in Schränken mit 60 cm Tiefe, in denen oben Mäntel hängen und darunter nichts.
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Aufbewahrungsbehälter aus Leinwand mit Bambusdeckel: für das obere Fach, das bei 60 cm Tiefe oft nur halb belegt ist. Der Deckel hält Staub von selten genutzten Textilien fern.
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Höhenverstellbarer Kleiderständer mit Rollen: als eigenständige Garderobe für Zimmer ohne Einbauschrank, fürs Gästezimmer oder als zusätzliche Hängemöglichkeit. Die Rollen erlauben, ihn zur Seite zu schieben. Eine zu geringe Korpus-Tiefe löst er nicht – er schafft eine zweite Stelle zum Aufhängen, nicht mehr Platz im vorhandenen Schrank.
Die ersten drei Lösungen setzen im Schrank an, die vierte daneben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Tiefe nicht vergrößern, sondern die vorhandene anders aufteilen – das ist der einzige Hebel, der nach dem Aufstellen noch bleibt.
Welche Tiefe ein Schrank auch hat – die passende Ausstattung finden Sie in der Kategorie Kleiderschrank-Organisation. Wenn Sie die Tiefe über die Bügel steuern wollen, lohnt ein Blick auf unsere Kleiderbügel in Holz, Kunststoff und Samt.

Häufige Fragen
Wie tief muss ein Kleiderschrank mindestens sein?
Für Hemden, Blusen und kurze Oberteile gelten rund 55 cm lichte Tiefe als Untergrenze. Sobald Mäntel, Anzüge oder Jacken dazukommen, sind 60 cm die realistische Untergrenze, weil dann die Schulterpartie den Platz bestimmt.
Reichen 50 cm Schranktiefe für Kleiderbügel?
Für quer aufgehängte Kleidung reicht sie in der Regel nicht: Ein Bügel ist 40 bis 45 cm breit, dazu kommt die Schulterpartie – und 50 cm Außentiefe bedeuten weniger lichte Tiefe. Für gefaltete Kleidung, Hosen auf Bügeln oder eine zweite Stange über kurzen Teilen ist die Tiefe dagegen ausreichend.
Welche Tiefe braucht ein Schrank mit Schiebetüren?
Üblich sind 65 bis 70 cm Außentiefe, weil die Türblätter in einer eigenen Ebene laufen. Entscheidend ist die lichte Tiefe nach Abzug der Schienenebene – sie liegt häufig nur wenig über der eines Drehtürschranks mit 60 cm.
Wie viel Platz braucht Kleidung auf einem Kleiderbügel?
Entlang der Stange gerechnet braucht ein Hemd auf einem dünnen Bügel etwa 2 bis 3 cm, ein Sakko auf einem breiten Bügel 5 bis 7 cm. In der Tiefe zählt dagegen die Bügelbreite: Ein 44 cm breiter Bügel plus Reserve für die Schulterpartie landet bei 55 bis 60 cm lichter Tiefe.
Spielt die Körpergröße eine Rolle?
Für die Schranktiefe nicht. Entscheidend sind Bügelbreite, Schulterpartie des Kleidungsstücks und das Türsystem. Die Körpergröße beeinflusst die Höhe, in der die Kleiderstange hängen sollte – dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Wie hoch eine Kleiderstange hängen sollte.
Fazit
60 cm ist die Zahl, mit der sich die meisten Fälle lösen lassen – als Außentiefe eines Drehtürschranks, mit rund 55 bis 58 cm lichter Tiefe. Wer Schiebetüren plant, rechnet 65 bis 70 cm und zieht die Schienenebene ab. Wer ausschließlich kurze Teile aufhängt, kommt mit 55 cm aus.
Wichtiger als die Zahl ist die Reihenfolge: erst die lichte Tiefe messen, dann den breitesten Bügel prüfen, dann das Türsystem wählen. Die Tiefe lässt sich nach dem Aufstellen nicht mehr korrigieren – die Nutzung schon.
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